Bahnhof im Herbst
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Wochen über Wochen war ich unterwegs. Von Linz nach Dortmund bis nach Eschwege nach Bonn und wieder zurück. Ich hab viele Freunde getroffen, neue Menschen kennengelernt, Freundschaften geschlossen und einige beerdigt. Ich hab gefeiert, bin durch die Gegend gesprungen vor Freude, habe geweint und habe sehnsüchtig auf das nächste Konzert gewartet.
Es begann alles mit den beiden Ärzte-Konzerten in Linz in Österreich. 50 Ärzte-Verrückte sind mit einem 4-Sterne-Bus dorthingefahren worden und haben ein wunderschönes Wochenende erlebt - auch ich. Mit meinen Mädels haben wir die Party gerockt und haben vor allem Deichkind und natürlich dann die Ärzte gefeiert. Durch ganz Linz sind wir getigert, auf der Suche nach grottenhässlicher Unterwäsche zum auf-die-Bühne-schmeißen, haben einen Schlübberweitwurf gemacht und sassen hoch oben auf den Dächern, um hinab auf die Stadt zu schauen.
Nur kurze zwei Wochen später hatte ich Tine hier - immerhin fand das Sonnenrot-Festival mit Deichkind gleich um die Ecke von mir statt. Trotz des Unwetters am Tag davor, Kniehohen im-Matsch-versinken, Erkältung und einer nach-hinten-Schiebung von Deichkind von 3 Stunden war es eines der besten - wenn nicht sogar das beste Konzert überhaupt. Unser Warten wurde mit superguter Laune, geiler Stimmung, perfekter Performance und einer normalen Konzert-Setlist anstatt der gekürzten Festival Version belohnt!
Am Morgen danach - nachdem ich Tine wieder zum Zug gebracht habe, bin ich tot, aber überglücklich ins Bett gefallen. Aber natürlich erst nachdem ich schon in der Bahn eingeschlafen bin und meine Station verschlafen hatte. Was solls. Schön wars!
Schon wieder eine Woche später tanzte Merle hier an. Eine Woche lang stumpfes vor sich hin vegetieren, Filme gucken, Spass haben. Auch wir waren auf einem Konzert - Monsters of Liedermaching, und schon hatten wir eine weitere Band gesehen, die später auf jeden Fall noch einmal mit unserer Anwesenheit beehrt werden soll.
Am 1.8 fuhren wir beide zusammen weiter nach Dortmund zum dortigen Electro/Techno Festival, wo abends Deichkind auftreten sollte.
Meine erste Bierdusche - ein gewaltiges Erlebnis übrigens! - war ein Fest! Grandios und auch hier wieder - tolles Konzert! Danach ging es zurück nach Köln, wo ich eine Woche lang bei einer Freundin bleiben sollte.
Nachdem wir einige Tage an einem Geburtstagsgeschenk für eine gemeinsame Freundin gearbeitet hatten, belohnten sie und eine weitere Freundin mich mit einem Ticket für Clueso in Bonn (Danke!). Ebenfalls ein wunderbares Konzert. Es war einfach zum Dahinschmelzen, Schmachten, Träumen aber genauso zum Tanzen und Feiern! Das war Freitag Abend. Samstag früh fuhr mein Zug - wohin?? Nach Eschwege natürlich!
Dort wartete eine Freundin, selbige die auch mit mir auf dem Sonnenrot Festival war, mit einem Freiticket zum Open Flair. Schon als wir dort ankamen war die Überraschung groß - VIP-Pässe?? Für uns?? Genau. Und somit sind wir stolz wie Oscar nach nur 5 Minuten Sondaschule in die Arme gelaufen, die gerade eine Autogrammstunde gaben. Brav angestellt und schon bald ging ich mit einen weiteren Band Poster incl. Unterschriften und Widmung ("Irgendwelche Wünsche??" "Nönö" "Okey." - Und schreibt 'Für keine Wünsche' drauf!).
Am Tag danach erlebte ich meine erste Begegnung mit einem Deichkind-Mtglied und nun war ich dieser Band nun endgültig verfallen. Nachdem wir von eben jenem während der Show den fallen gelassenen Wodka zwar nicht bekommen, aber dafür eine Champus Dusche vom Feinsten bekommen haben, gingen wir überglücklich mit Autogramm und den Erinnerungen vom Tag nach Hause.
Am Montag Morgen fuhr ich wieder zurück nach Köln, um dort am Dienstag meinen Flieger heim zu nehmen. Glücklicherweise lief alles glatt und Mittwochs stand ich schon wieder um 8 Uhr auf um zum Toten Hosen Konzert ( incl. Deichkind ) an den Chiemsee zu fahren. Trotz meines Zusammenbruches und dem Aufenthalt bei den Sanitätern, war es doch OK. Zwar nicht der würdige Abschluss, aber es war gut. Und ich ging mit dem Gewissen heim, von diversen Menschen erkannt worden zu seien und ein Lächeln, welches nur für mich gedacht war, geschenkt bekommen zu haben.
Das ist jetzt bereits zwei Tage her und mein ganz persönlicher Sommer ist nun zu Ende.
Nun sitze ich hier, werde wehmütig, schwelge in Erinnerungen und erlebe jedes Konzert, jeden schönen Moment im Kopf ein weiteres Mal.
Danke an alle, die mir das ermöglicht haben, die mit mir herumgefahren, gezittert und gefeiert haben!
Danke für den besten Sommer meines bisherigen Lebens!




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